Der Kaffee ist des Deutschen liebstes Heißgetränk. Mehr als 150 Liter trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Doch welche Kaffeeanbauländer besitzen eine lange Tradition und was macht die geröstete Bohne so besonders?
Das bevorzugte Klima der Kaffeepflanzen
Die in Europa bekannte Kaffeebohne stammt von der Kaffeepflanze, die zur Gattung der Pflanzenart Rubiceae gehört. In deren Früchten, auch Kaffeekirschen genannt, reifen die Bohnen, die geröstet und zu Kaffee weiterverarbeitet werden. Doch die Kaffeepflanzen benötigen besondere geographische und klimatische Verhältnisse, da diese nur im feucht-milden Klima optimal gedeihen. Die Temperaturen sollten zwischen 15 und 28 Grad Celsius liegen. Hinzu kommt, dass sie dennoch viel Niederschlag und Sonneneinstrahlung benötigen. Aus diesem Grund gedeihen sie am besten in tropischen Höhenlagen, ab ca. 200 bis 2000 Meter Höhe. Diese geographischen Besonderheiten und klimatischen Voraussetzungen lassen sich zwischen dem 24. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators finden, weshalb sich in diesen Klimazonen auch die wichtigsten Kaffeeanbauländer befinden. Dazu gehören Staaten Lateinamerikas, Afrikas und Indonesiens.
Kolumbien
Eines der bekanntesten Kaffeeanbauländer Lateinamerikas ist Kolumbien. Denn hier wächst die beliebte Bohnensorte Arabica, die weltweit für ihr sanftes Aroma und die edle Qualität bekannt ist. In den Höhenlagen des Landes herrschen zudem optimale Voraussetzungen, um ganzjährig Kaffee zu kultivieren. Der Anbau von Kaffee ist seit der Übersiedelung der Kaffeepflanze im 18. Jahrhundert ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Besonders die Kaffeesorten Medellin und Armenia, die entlang der Kordilleren gedeihen, machen den Kaffeeumsatz von Kolumbien aus und genießen weltweit einen exzellenten Ruf.

Die Dominikanische Republik
Auch in dem von Tourismus geprägten Inselstaat der Dominikanische Republik wird mit langer Tradition Kaffee angebaut. Seit dem 18. Jahrhundert nimmt der Kaffeeanbau in der Dominikanischen Republik große Teile der Agrarwirtschaft ein. Viele Südseetouristen in den Hotels in der Dominikanischen Republik zum Entspannen wissen gar nicht, wie hochwertig der dort angebaute Kaffee weltweit verkauft wird. Es finden sogar internationale Wettbewerbe statt, bei denen der in der Dominikanischen Republik angebaute Kaffee stets weiter verfeinert und der sehr gute Ruf vorangetrieben wird. Man sagt den Kaffeebohnen aus der Dominikanischen Republik eine würzige, schokoladige Note nach. Besonders die Marke Santo Domingo ist sehr beliebt.
Äthiopien
Ein weiteres wichtiges Kaffeeanbaugebiet ist der afrikanische Staat Äthiopien. Wissenschaftler gehen davon aus, dass hier die ersten Kaffeepflanzen angebaut wurden. Mittlerweile leben rund zwölf Millionen Äthiopier vom Kaffeeanbau. Die Region Harer gehört zudem zu den höchstgelegensten Kaffeeanbaugebieten weltweit. Aus Äthiopien wird ebenfalls die Bohnensorte Arabica exportiert.

